Classic Days auf Schloss Dyck 2013

  • Fahrzeuge der langen S-Klasse Tradition zeigen die Spitze des Automobilbaus
  • Mit dabei: Ewy Baronin von Korff-Rosqvist, Dieter Glemser und Hans Herrmann
  • Mehr als 250 Gäste aus den Mercedes-Benz Markenclubs
 
 


Stuttgart – Vom 2. bis 4. August 2013 gehen die Classic Days Schloss Dyck in die achte Runde. Mercedes-Benz ist offizieller Hauptsponsor der renommierten Veranstaltung rund um das Wasserschloss im Rheinland. Die Marke zeigt in diesem Jahr originale Fahrzeuge der S-Klasse aus mehreren Generationen, präsentiert von prominenten Motorsportvertretern.

Die sorgsam ausgewählten Fahrzeuge aus der umfangreichen Sammlung von Mercedes-Benz Classic stehen für die  Geschichte der S-Klasse und stellen zugleich ihre Erfolge im Motorsport dar. Dazu gehört im „Fahrerlager“ beispielsweise der Mercedes-Benz 220 (W 180), der 1956 auch bei der Mille Miglia zum Einsatz kam. Für die Geschichte der Rallye- und Langstreckenrennen der 1960er-Jahre steht der Mercedes-Benz 300 SE (W 112), von dem eine Rallyeausführung gezeigt wird. Geplant ist zudem der Einsatz des Mercedes-Benz 300 SEL 6.8, die berühmte „Rote Sau“ – sie gewinnt 1971 ihre Klasse beim 24-Stunden-Rennen im belgischen Spa und zudem den zweiten Platz im Gesamtklassement. AMG ist damals ein unabhängiges Unternehmen, heute gehört es zur Daimler AG und ist die Performance-Marke von Mercedes-Benz.

Präsentiert werden diese Klassiker während der Veranstaltung von der ehemaligen Motorsportlerin Ewy Baronin von  Korff-Rosqvist, die beispielsweise 1962 auf Mercedes-Benz 220 SE (W 111) den Großen Straßenpreis von Argentinien gewann, sowie den früheren Rennfahrern Dieter Glemser, der in den 1960er- und 1970er-Jahren zu den  großen Motorsporterfolgen von Mercedes-Benz beitrug, und Hans Herrmann, der in den 1950er-Jahren Mitglied des Mercedes-Benz Silberpfeil-Rennteams war. Einige Fahrzeuge der S-Klasse werden im Verlaufe des Wochenendes auch über den Parcours rund um Schloss Dyck bewegt.

Abgerundet wird der Auftritt von Mercedes-Benz Classic bei den Classic Days Schloss Dyck auf der „Apfelwiese“: Dort sind voraussichtlich ein 450 SEL 6.9 (Baureihe 116) und ein 560 SEL (Baureihe 126) zu sehen. Die leistungsstärksten Vertreter der beiden S-Klasse Generationen verkörpern perfekt die Spitze des Automobilbaus. Denn die Mercedes-Benz S-Klasse setzt in jeder Modellgeneration in der Summe ihrer Ausstattungsmerkmale und Eigenschaften Maßstäbe und führt das Feld der Oberklasse und Spitzenklasse an.

Aus den deutschen Mercedes-Benz Markenclubs werden bei den Classic Days Schloss Dyck mehr als 250 Mitglieder und Gäste erwartet. Das Club-Management von Mercedes-Benz Classic ist Gastgeber für seine Clubmitglieder. Weltweit betreut das Club-Management mehr als 80 anerkannte Markenclubs mit insgesamt rund 80.000 Mitgliedern. Sie stellen ein wichtiges Bindeglied zwischen der internationalen Szene und Mercedes-Benz dar.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Ein Festival klassischer Fahrzeuge

Die Classic Days Schloss Dyck bieten zahlreiche Veranstaltungs-Highlights. Automobilenthusiasten und Sammler aus ganz Europa reisen zu der stimmungsvollen Zusammenkunft rund um das Wasserschloss in Jüchen im Rhein-Kreis Neuss an. So gehen beispielsweise die „Racing Legends“ auf die fast drei Kilometer lange Rundstrecke und machen automobile Höchstleistung seh- und hörbar. „Jewels in the Park“, ein Concours d’Elégance der FIVA-Kategorie A (Fédération Internationale des Véhicules Anciens), zeigt auf der Orangerie-Halbinsel außergewöhnliche Sammlerfahrzeuge, Einzelstücke und Prototypen aus der ganzen Welt, in diesem Jahr ergänzt von einer Sonderausstellung „115 Jahre Erdmann & Rossi“ mit spektakulären Einzelstücken der berühmten Karosserie-Werkstatt. Beim „Classic Meeting“ treffen sich auf dem „Miscanthusfeld“ – benannt nach dem groß wachsenden China-Schilfgras – mehr als einhundert Oldtimer-Clubs und stellen ihre Schätze aus.

Die Fahrzeuge von Mercedes-Benz Classic bei den Schloss Dyck Classic Days 2013

Mercedes-Benz 220 a (W 180), 1954

In der Nachkriegszeit beginnt die direkte Ahnenreihe der S-Klasse mit dem Typ 220 (W 187), mit dem Mercedes-Benz 1951 – sechs Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs und nachdem die erste Phase des Wiederaufbaus abgeschlossen ist – das Segment der Oberklasse wieder besetzt. 1954 folgt ein grundlegend neues Modell mit der gleichen Typenbezeichnung. Dieser neue Typ 220, intern auch 220 a (W 180) genannt, ist das erste Mercedes-Benz Sechszylindermodell in selbsttragender Bauweise. Seine moderne und geräumige „Ponton“-Karosserie bietet einen bislang nicht gekannten Raumkomfort.

Er wird auch für den Motorsport eingesetzt: Bei der Mille Miglia 1956 starten mehrere Mercedes-Benz 220 a in der Klasse der serienmäßigen Spezialtourenwagen. In dieser Klasse können Fahrwerk und Motoren der Fahrzeuge modifiziert werden. Das Fahrerteam Erwin Bauer/Erwin Grupp gewinnt seine Klasse beim legendären italienischen Straßenrennen mit einem besonderen 220er: In der von Karl Kling geleiteten Sportabteilung sind speziell für den Einsatz bei der Mille Miglia drei Fahrzeuge vorbereitet worden. Sie haben bereits die Zweivergaser-Anlage des Nachfolge-Typs 220 S, mit der der Motor zirka 115 PS (85 kW) leistet. Für die sportliche Fahrt sind kürzere und härtere Federn sowie modifizierte Stoßdämpfer montiert. Zudem können die Fahrer die Gänge per Mittelschaltung wie im 190 SL wechseln – anstatt der sonst verwendeten Lenkradschaltung.

 

Mercedes-Benz 300 SE Rallyefahrzeug (W 112), 1963

Von Argentinien bis Deutschland dominiert der Mercedes-Benz 300 SE als Rallyefahrzeug in den Jahren 1963 und 1964 die Szene der Langstreckenwettbewerbe. Wie alle anderen bei Rallyes eingesetzten Mercedes-Benz Automobile der Epoche sind die großen „Heckflosse“-Limousinen stark an die Serienfahrzeuge angelehnt. Diese Tatsache hebt die damalige Daimler-Benz AG auch als Verkaufsargument für die Serienlimousinen heraus. Allerdings erfahren die Limousinen je nach Einsatz Modifizierungen: Dazu gehören die Verstärkung von Fahrgestellelementen, die Vergrößerung des Treibstofftanks und die Änderung der Motorcharakteristik, beispielsweise durch die Herabsetzung des Verdichtungsverhältnisses zwecks einer verbesserten Motorhaltbarkeit. Auch die Getriebe- oder Achsübersetzungen werden variiert. Der Motor leistet 160 PS (118 kW), die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 195 km/h.

 


Mercedes-Benz 300 SEL 6.8 AMG (W 109), 1971

Auf dem Renntourenwagen Mercedes-Benz 300 SEL 6.8 AMG erringen Hans Heyer und Clemens Schickentanz beim 24-Stunden-Rennen im belgischen Spa-Francorchamps am 24. Juli 1971 völlig überraschend einen Klassensieg und den zweiten Platz im Gesamtklassement. Entstanden ist das Siegerauto bei der seinerzeit noch weitgehend unbekannten Firma AMG, die 1967 von Hans Werner Aufrecht und Erhard Melcher unter der Bezeichnung „Ingenieursbüro, Konstruktion und Versuch zur Entwicklung von Rennmotoren“ gegründet wird. Grundlage für die Modifikation ist der Mercedes-Benz 300 SEL 6.3 – mit einer Leistung von 250 PS (184 kW) schon ein absolutes Ausnahme-Automobil seiner Zeit. Doch Aufrecht und Melcher machen das damals schnellste deutsche Serienautomobil noch stärker: Der Hubraum wächst von 6.330 auf 6.835 Kubikzentimeter, die Leistung des verbesserten V8-Motors steigt auf 428 PS (315 kW). Der Rennerfolg in Spa bringt den Durchbruch für AMG, zahlreiche weitere Siege folgen. Bis heute trägt das Auto den Kosenamen „Rote Sau“. Das Originalfahrzeug von 1971 existiert nicht mehr, doch 2006 ist der Mercedes-Benz 300 SEL 6.8 AMG als detaillierte Rekonstruktion wieder aufgebaut worden und ist bei all seinen Auftritten ein höchst potenter Botschafter der erfolgreichen Geschichte der hauseigenen Performance-Marke AMG.


Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 (Baureihe 116), 1975
Mit der Baureihe 116 feiert Mercedes-Benz im Oktober 1972 eine Doppelpremiere: Zusammen mit dem Oberklasse-Fahrzeug etabliert die Stuttgarter Marke auf dem Automobil-Salon in Paris den neuen Namen „Mercedes-Benz S-Klasse“. Das Kürzel „S“ in der Bezeichnung der Spitzenmodelle von Mercedes-Benz gibt es schon seit 1949. Nun aber wird das „S“ zum exklusiven Kennzeichen einer ganzen Modellfamilie.
Im Mai 1975 wird der Typ 450 SEL 6.9 als neues Spitzenmodell der Baureihe 116 und legitimer Nachfolger der spektakulären Hochleistungslimousine Mercedes-Benz 300 SEL 6.3 (W 109) präsentiert. Der leistungsstarke 6,9-Liter-V8-Motor, weiterentwickelt aus dem bewährten 6,3-Liter-Aggregat des Vorgängers, erreicht eine Leistung von 286 PS (210 kW) und ein maximales Drehmoment von 549 Newtonmetern. Höchsten Fahrkomfort gewährleistet die erstmals bei einem Mercedes-Benz Personenwagen eingesetzte hydropneumatische Federung mit Niveauregulierung. Weitere Sonderausstattungen, die zum serienmäßigen Lieferumfang des Topmodells gehören, sind Zentralverriegelung, Klimaanlage und Scheinwerfer-Waschanlage.

 
 


Mercedes-Benz 560 SEL (Baureihe 126), 1985 bis 1992

Im September 1979 präsentiert Daimler-Benz auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main eine neue Generation der S-Klasse. Die Modellpalette der Baureihe 126 umfasst zunächst sieben Typen; zur Wahl stehen vier Motoren (vom 2,8-Liter-Sechszylinder mit Vergaser mit 156 PS/115 kW bis zum 5,0-Liter-V8-Leichtmetallmotor mit Benzineinspritzung und 240 PS/176 kW) sowie zwei Karosserievarianten – neben der Normalversion eine verlängerte Variante, wie sie bei den Oberklasse-Limousinen seit Generationen angeboten wird. Die Baureihe setzt im Oberklasse-Segment ganz neue Maßstäbe insbesondere hinsichtlich Komfort, Aerodynamik und Leichtbau. Im September 1985 steht dann, wiederum auf der IAA in Frankfurt, ein komplett überarbeitetes Typenprogramm der S-Klasse. Die spektakulärste Neuheit in der Motorenpalette ist ein 5,6-Liter-Achtzylinder, der aus dem 5,0-Liter-V8 durch Verlängerung des Hubs entwickelt worden ist und eine Leistung von 272 PS (200 kW) mobilisiert. Auf Wunsch gibt es sogar noch eine höher verdichtete Ausführung, die stolze 300 PS (221 kW) entfaltet, jedoch nicht mit einer geregelten Abgasreinigungsanlage kombiniert werden kann. Aber auch ohne Katalysator erfüllt diese sogenannte „ECE-Version“ die von der Europäischen Wirtschaftskommission ECE (Economic Commission for Europe) festgelegten Abgasgrenzwerte. Die mit dieser Motor-Variante ausgerüsteten Typen 560 SEL und 560 SEC sind zum Zeitpunkt ihres Erscheinens die leistungsstärksten bis dahin gebauten Mercedes-Benz Serien-Pkw.

 

Die Fahrer für Mercedes-Benz Classic bei den Schloss Dyck Classic Days 2013

 Dieter Glemser

 Geboren am 28. Juni 1938 in Kirchheim/Teck

Seine Vollgas-Karriere beginnt mit dem Start beim Schorndorfer Bergrennen 1960. Es folgen zahlreiche Klassensiege bei verschiedenen Berg- und Rundstreckenrennen auf dem Nürburgring. Für die damalige Daimler-Benz AG startet er ab 1963 mit dem Gesamtsieg bei der Polen-Rallye in einem Mercedes-Benz 220 SE und jeweils einem zweiten Platz bei der Deutschland-Rallye (inklusive eines Klassensieges) und dem Großen Straßenpreis von Argentinien. Auch im folgenden Jahr beteiligt er sich an dem Dreifachsieg der Teams Eugen Böhringer/Klaus Kaiser, Dieter Glemser/Martin Braungart und Ewy Rosqvist/Eva-Maria Falk beim Großen Straßenpreis von Argentinien. Mit Ford feiert Dieter Glemser 1971 einen Europameistertitel bei den Tourenwagen und einen Sieg bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps sowie den Titel des Deutschen Rennsportmeisters 1973 und 1974. Nach einem schweren Unfall infolge eines Reifenschadens beim Tourenwagenrennen von Macao/Südostchina im November 1974 beendet er seine aktive Motorsportlaufbahn. Ab 1990 ist Dieter Glemser zehn Jahre lang Mitglied des Mercedes-Benz Motorsport-Teams und als Abteilungsleiter zuständig für die Organisation. Von 2001 bis 2008 ist er freier Mitarbeiter bei Mercedes-AMG und der Daimler AG für Sport- und Fahrsicherheitstrainings sowie bei Classic-Veranstaltungen. Noch heute fährt er bei Mercedes-Benz Classic-Veranstaltungen.

Hans Herrmann

Geboren am 23. Februar 1928 in Stuttgart
Nach seinem Debüt im Motorsport holt Mercedes-Benz Rennleiter Alfred Neubauer den 25-jährigen Hans Herrmann zur Saison 1954 ins Werksteam der Daimler-Benz AG. Beim Großen Preis der Schweiz erreicht Herrmann am 22. August 1954 den dritten Platz. Das Avus-Rennen am 19. September 1954 beenden die Mercedes-Benz Fahrer auf ihren drei Stromlinien-W 196 R mit einem Dreifachsieg in der Reihenfolge Karl Kling, Juan Manuel Fangio, Hans Herrmann.
In der Rennsaison 1955 bestreitet Herrmann insgesamt acht Sportwagenrennen und zehn Läufe in der Formel 1. Beim Grand Prix von Monaco springt er für Kling ein und wird bei einem Unfall schwer verletzt. Trotz vollständiger Genesung kommt es für ihn nicht mehr zu einem Einsatz für Mercedes-Benz, da sich das Unternehmen im Oktober 1955 aus dem Motorsport zurückzieht. Damit ist Herrmanns Engagement für Mercedes-Benz beendet.
Er fährt in den folgenden Jahren wieder Renn- und Sportwagen-Wettbewerbe. Nach Einsätzen in der Formel 2 und Formel 1 beendet er 1970 seine Laufbahn mit einem Sieg auf Porsche bei den 24 Stunden von Le Mans. Bis zum heutigen Tag ist Herrmann für Mercedes-Benz bei historischen Veranstaltungen am Start.

Ewy Baronin von Korff-Rosqvist

Geboren am 3. August 1929 in Stora Herrestad (Schweden)
Die in Südschweden aufgewachsene Tierarztassistentin Ewy Rosqvist ist eine prägende Figur des Rallye-Sports der 1960er-Jahre. Ihr fahrerisches Können schärft die junge Frau zunächst bei langen Dienstfahrten auf Naturstraßen zwischen den weit verstreut liegenden Bauernhöfen. Das erste Fahrzeug dabei ist ein vom Vater gekaufter Mercedes-Benz Typ 170 S (W 136). Über ihren Mann kommt Ewy Rosqvist in Kontakt mit dem Rallyesport, 1954 fährt sie erstmals selbst Zwischenetappen der Rallye Mitternachtssonne. Von 1956 an startet sie dann selbst bei Rallyes und gewinnt Damen-Wertungen bei Wettbewerben in ganz Europa. Unter anderem erringt sie von 1959 bis 1961 jeweils den europäischen Damen-Cup und 1959 sowie 1961 den Damenpokal des internationalen Rallyesports. Von 1962 an startet Rosqvist mit Kopilotin Ursula Wirth als Werksfahrerin für Mercedes-Benz. Ihr größter Triumph in diesem Jahr ist der Gesamtsieg beim Großen Straßenpreis von Argentinien auf Mercedes-Benz 220 SE (W 111). Mit ihren Beifahrerinnen Wirth und Eva Maria Falk ist Rosqvist von 1962 bis 1964 bei renommierten Rallyes und bei Langstreckenrennen ausgesprochen erfolgreich. Nach dem dritten Platz beim Großen Straßenpreis von Argentinien 1964 beendet sie ihre aktive Rennsportkarriere. Als charmante Botschafterin des Rennsports ist sie Mercedes-Benz weiterhin eng verbunden.

 
 
 

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